„Best of Wilderer Geschichten aus der Lobau“ – aus dem Archiv des k.k. Oberstjägermeisteramtes – vom 12. März bis 26. Oktober 2014 im Nationalparkhaus .

Wilderei Plakat-jpeg 1.jpg1000Eine Ausstellung  zur Geschichte der Lobau  und den Lebensbedingungen der damaligen Bevölkerung, gestaltet von Robert Eichert und Josef Gerstenmayer, mit viel Liebe zum Detail und zur Geschichte. (Plakat-Vollbild, Foto anklicken)

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Schon das Nationalparkhaus zu betreten ist eine Freude. Die herrlich gestaltete Umgebung, die ästhetische Architektur und das Design des Inneren lassen Stimmung und Freude aufkommen. Immer wieder sollte in Erinnerung bleiben, dass dieser Ort nur durch dieRebellion engagierter Bürger und Bürgerinnen, die Widerstand  gegen das Kraftwerk in Stopfenreuth leisteten, entstehen konnte.

           Robert Eichert und Josef  Gerstenmayer             –                     und mit   Christine Gerstenmayer, dem Wilderer und Eva Hauk

Großartig die Ausstellung dann an sich. Wunderbare Fototafeln, die die Schönheit der Au festhalten.  32 Ausstellungstafeln, die viel über den damaligen Zugang zur Wilderei aussagen bzw. wie es überhaupt dazu kommen konnte.

Nach germanischem Recht durften ja alle Gemeindemitglieder den Wald nutzen, um ihren Lebensnotwendigkeiten nachzukommen.

Erst als der Adel begann die Jagd aus Vergnügungssucht für sich als Privileg zu betrachten, dieses auch rechtlich zu  verankern, begann die Kriminalisierung der ansässigen Bevölkerung(s. link hier zum ausführlichen Text von Robert Eichert)

                   Zwei der 32 Ausstellungstafeln: Zum Lesemodus Tafeln  anklicken:

              Wilderei Tafel 8 (2)           Wilderei Tafel 32

Die durch den Adel ausgelöste Kriminalisierung  betraf hauptsächlich jene Bevölkerungsschicht, die die Nahrung aus dem Wald zum Überleben brauchte. Somit ist diese Ausstellung – die auch für Kinder geeignet und interessant ist –  nicht nur ein Augenschmaus, sondern bietet zusätzlich Nachdenkliches und Gesellschaftspolitisches. Auch im Hinblick darauf, dass die Sucht nach Privilegien  in einer bestimmten Schicht wieder um sich greift und viel zu oft akzeptiert wird.

 

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