Mutter Natur ist kein Konstrukt, welches sich nach Belieben ver- und bebauen lässt. Daher: Grünflächen schonende Überbauung von Supermärkten und Einkaufszentren

Schon vor einem Jahr diskutierten wir mit GR Christoph Chorherr über die Möglichkeiten, trotz voranschreitender Urbanisierung im Bezirk und der Notwendigkeit Wohnraum zu schaffen, bereits verbetonierte Orte zu finden, bei denen es sinnvoll wäre, deren  Platzreserven zu nutzen.

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Drogeriemarkt und Supermarkt, Donaufelderstraße  &  Eikaufszentrum in der Ziegelhofstraße , ein riesiger Flächenbedarf !

Auf Anregung von Eva Hauk, Obfrau des Vereins „Wienerwald-Nordost“ und in Zusammenarbeit mit BR Robert Eichert wurde von beiden die tieferstehende  Resolution formuliert, die Eichert  in der Bezirksvertretungssitzung vom 3.12.2014 einbrachte. Sie wurde mehrheitlich – gegen die Stimmen von FPÖ und ÖVP (die durch haarsträubende Gegenargumente brillierten) – angenommen.

Resolution: Die Bezirksvertretung spricht sich dafür aus dass untersucht wird, welche ebenerdigen Supermärkte etc. in der Donaustadt für eine Überbauung (z.B. mit einer Wohnhausanlage) geeignet wären.

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Eine vergebene Chance: Ende September 2014 wurde die alte Hoferfiliale in der Ziegelhofstraße abgerissen und Ende November 2014 fertig gestellt. Wohl ein architektonisch etwas gefälliger gestalteter Container, aber eine verantwortungslose   Platzverschwenung.

Begründung: Ebenerdige Bauten wie Supermärkte oder Drogeriemärkte, die meist mit riesigen Parkplatzflächen versehen sind, verbrauchen große Flächen wenig ressourcenschonend nur für sich alleine. Diese könnten durch Überbauung effizienter genutzt werden – siehe Pilotprojekt Auhofcenter. Gerade in der Donaustadt gibt es genügend von diesen containerartigen Einkaufsmärkten, deren Überbauung die immer weniger werdenden Grünflächen und Ackerböden vor immer schneller fortschreitender Verbauung schützen könnte. Auch wenn die Donaustadt noch immer über viele solcher Freiflächen verfügt, dürfen diese nicht als „Baulandreserve“ Verwendung finden, bevor nicht alle anderen Möglichkeiten bedacht und ausgeschöpft sind.

Acker 11Der Boden zu unseren Füßen ist ein kleines Wunderwerk mit Billionen von Kleinstlebewesen in einer Handvoll Erde, mitbestimmend für alles was sichtbar blüht und gedeiht, Nahrungsgrundlage für uns und unsere Erd-Mitbewohner, die Tiere, Vögel, Insekten, Amphibien und vieles mehr.

Geben wir daher unseren Böden die Achtung die ihnen gebührt und unternehmen wir alles, sie nicht – ohne überprüfte durchdachte Notwendigkeit – zu zerstören.

Ein vorbildliches Pilotprojekt, das  Innovative Wohnprojekt: Auhof EKZ

(Fotos Eva Hauk und Manfred Christ)
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