Professor Rudolf Sarközi ist tot.

Er war Gründer des Kulturvereins österreichischer Roma und Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma.Nach tapfer ertragenen Leids verstarb er am 12. März 2015 im 72. Lebensjahr. Sarközi hinterlässt eine Frau, einen Sohn und zwei Enkelkinder.

Einer seiner letzten Auftritte in der Donaustadt war beim Roma-Sinti-Fest 2015 und unvergesslich  seine damalige bewegende Rede über das Schicksal der  Volksgruppen.

Gastredner Prof Rudolf Sarközi mit (v.li) Dir. Herbert Schweiger, BV Ernst Nevrivy und Robert Eichert.

Rudolf Sarközi wurde am 11. November 1944 im Konzentrationslager Lackenbach geboren. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen im Burgenland und der Auflösung des KZ-Lackenbach zog er mit seiner Mutter nach Unterschützen, jenem Ort im südlichen Burgenland aus dem seine Mutter stammt. 1964 heiratete er sein Frau Helga, im selben Jahr wurde ihr gemeinsamer Sohn Andreas geboren. Die schlechte gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Lage zwang ihn mit seiner Familie seinen Heimatort und nach Wien zu ziehen. 1991 gründete er dann den Kulturverein österreichischer Roma und leitete das Verfahren zur Anerkennung der Roma- und Sintigruppen als österreichische Volksgruppe ein, welches 1993 beschlossen wurde. Seit 1995 war Sarközi ehrenamtlicher Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma. Er war Träger zahlreicher Auszeichnungen und 2002 wurde ihm vom damaligen Bundespräsidenten der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Sein Ableben ist nicht nur für seine Familie ein großer Verlust, sondern auch für den von ihm jahrelang betreuten Kulturverein. Er wird in vielen Herzen für immer einen großen Platz einnehmen.

 

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