Othmar Wundsam – Widerstandskämpfer in der dunkelsten Zeit unserer Geschichte!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEr verstarb am 28. Dezember 2014 im 93igsten Lebensjahr und wir möchten nachträglich unsere große Dankbarkeit für seine Unterstützung der Internet-Ausstellung „1938 bis 1945 – Sieben Jahre „Tausendjähriges Reich“ in der Donaustadt – aussprechen.

Er war einer der vielen Mutigen, die nicht wegsahen, die sich dem damaligen Nazi-Regime kompromisslos entgegenstellten, verweigerten. Nie war er bereit, ein Verblassen der Erinnerungen an die Verbrechen des Nationalsozialismus und deren Opfer zuzulassen und – als Zeitzeuge – gab er sein tiefsitzendes Wissen über diese dunkle Vergangenheit  im Rahmen von Veranstaltungen und Ausstellungen weiter.

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Ausstellungseröffnung in Stadlau mit BR Robert Eichert                und                       eines seiner Aquarelle

Wir erinnern uns an Othmar Wundsam auch als Künstler, der sich nicht nur im Donaustädter Kulturverein engagierte, sondern  an der VHS – ehrenamtlich – begehrte Zeichen- und Malkurse abhielt.

Viele seiner  Zeichnungen beinhalten  die Grausamkeiten   im Konzentrationslager Buchenwald,    in welches er deportiert wurde und in welchem er Zwangsarbeit leisten musste, und dann auch jene beim Todesmarsch in das KZ Mauthausen. Sie geben eine nahegehende Zeugenschaft für die unmenschlichen Bedingungen in diesen Lagern und dieser Zeit ab.

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Dass er den von der SS – aus Evakuierungsgründen wegen der anrückenden Amerikaner – angeordneten „Todesmarsch“ in das Lager Mauthausen überlebte und einem anschließenden Todesurteil entkam, war ein „Schicksalswunder“, dem er sich verpflichtet fühlte   Zeugenschaft abzugeben für jene,  die das Konzentrationslager nicht überlebten.

DBZ – Donaustadt 1938-1945  –  Ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte mit dem Zeitzeugen  Wundsam
Zu der Internet-Ausstellung gibt es auch Interviews von Othmar Wundsam, die unter robei@gmx.at angefordert werden können:  1)Flucht aus dem Konzentrationlager, 2) Stockhiebe und 3) SS: Hände in Unschuld.

 

 

 

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