Guten Morgen Stadt – eine multimediale Ausstellung über Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien in der Donaustadt

Gemeindebauten 2015 Einladung_20150324_0001Eröffnet durch Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, BV Ernst Nevrivy und Architekt Peter Payer, der die gezeigten Anlagen – die in den 60er und 70er Jahren entstanden – entwarf.

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War die Donaustadt in der damaligen Zeit noch für viele Wiener und WienerInnen ein weitgehendst unbekanntes Terrain, so änderte sich das in dem gezeigten Zeitraum schlagartig. Für viele junge Familien – teilweise noch Kriegsgeneration und aufgewachsen in beengten Räumlichkeiten ohne Komfort – eröffnete sich ein Wohntraum. Gut geschnittene Räumlichkeiten mit Bad, Fließwasser und WC in einer Umgebung, deren Prämisse Grünraum und Lebensqualität war, erhältlich zu erschwinglichen Mieten.

Gemeindebau Montagebau Erzherzog Karl Str SiebenbürgerstrExemplarisch für diese Entwicklung wurden fünf kommunale Großwohnhausanlagen gezeigt, die mit hoher BewohnerInnenzufriedenheit punkten, vorwiegend errichtet in Montagebauweise. Gemeinsam ist deren Merkmal, dass großes Augenmerk auf die umgebenden Grünräume gerichtet wurde, auf Einkaufs- und Bildungsmöglichkeiten im Nahbereich, sowie Kinderfreundlichkeit.

Die ausgewählten Projekte waren: Wohnanlage Siebenbürgerstraße, erbaut 1962-1968, der Bundesländerhof, erbaut 1964-1966, Wohnanlage in der Eipeldauer Straße, erbaut 1966-67, Quadenstraße, 1968-1979 und der Ziegelhofstraße ( 1973-1975), später unbenannt in Franz-Karl-Effenberg-Hof, in Gedenken an den verstorbenen beliebten Bezirksvorsteher.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA   Gemeindebau Siebenbuergerstr. 28-48_GM_m    Gemeindebauten Rudolf Huber Hof

Der kommunale Wohnbau in Wien galt weltweit als Vorbild. Für die Donaustadt symptomatisch und noch immer in seiner Modernität ein architektonisches Gustostückerl ist sicherlich der in den Jahren 1930 bis 1931 von Otto Wagner entworfenen Göthehof. Wunderschön am Kaiserwasser gelegen ist er nach wie vor maßgeblich für ein modernes bauliches Gesamtkonzept.

Gemeindebau Göthehof 2          Gemeindebau goethehof.jpg 1.jpg klein

Dieser Tradition folgten dann die vorab gezeigten Bauten, die, wie wir meinen, zu Unrecht oft sehr abwertend als Plattenbauten und seelenlose Siedlungen bezeichnet wurden, was sie nicht sind. Nach wie vor ist nicht nur die umgebungsbedingte Zufriedenheit der BewohnerInnen ein Fakt, sondern stehen diese Bauten für ein bewährtes Konzept in einer Zeit der immer mehr steigenden Urbanität und der Notwendigkeit, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen, zu gestalten.

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