Enthüllung der Gedenktafel am Außenlager Floridsdorf

Anlässlich „80 Jahre Anschluss Österreichs an Nazi Deutschland“ und den folgenden Novemberpogromen, ein fürchterliches Kapitel der Judenverfolgung, gab es viele Gedenkveranstaltungen. Eine davon war die Enthüllung einer Tafel an der Außenmauer des KZ-Nebenlagers in Floridsdorf am heutigen FAC-Sportgelände  in Gedenken an die dort ermordeten politischen Häftlinge.

    

V.li.: Schülerinnen und Schüler lesen aus Erinnerungen, Eva Hauk, Gerhard Jordan (BR Grüne Floridsdorf)

Weit über 2.000 der Untergebrachten  mussten in der Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten, was, aufgrund der Lebens- und Arbeitsbedingungen,  einem Fast-Todesurteil gleichkam. 1945, kurz vor Kriegsende, wurden die Überlebenden in Todesmärschen nach Mauthausen getrieben, die nur wenige der extrem geschwächten Menschen überlebten.

    

Es gab bewegende Ansprachen, unter anderen auch von der  Stv. Bezirksvorsteherin  Ilse Fitzbauer (SPÖ) und dem Schauspieler Gerald Pichowetz, dessen Schlusswort eine Mahnung seines Großvaters enthielt:

Hinterfrage, zweifle, leiste Widerstand und – verwende nie, niemals das Wort „Jawohl“, streiche es aus deinem Sprachgebrauch.

PS.: Im Jahre 2015 hatten die Teilnehmer an der damaligen Gedenkveranstaltung  Eva Hauk und Robert Eichert die vor der Außenmauer deponierten Mistkübel und den Abstellplatz schärfstens kritisiert. Aufgrund unserer Kritik  wurde – zumindest – Abhilfe in Form eines Sichtschutzes geschaffen.

    

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