Biene – Mensch – Kulturlandschaft: Eine heilsame Dreiecksbeziehung.

Wissenswertes, Interessantes und Unglaubliches erzählte der Biologe und Imker Meister Dr. Roland Berger  im Lokal der Floridsdorfer Grünen. Anschließend stellte Hermann Himmelbauer, der sich primär dem Material Holz widmet,  Bienenkistchen und andere Produkte seiner Werkstatt vor.

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          Roland Berger vor einem interessierten Publikum                                                   KO Susi Dietl, Eva Hauk, mit Bienenwaben im Gesicht

Vor der beeindruckenden Veranstaltung am 28. März –  im bewusst klein gehaltenen Rahmen –  gab es die Möglichkeit,  verschiedene Bienenprodukte zu bestaunen und käuflich zu erwerben. Anschließend erzählte Roland Berger aus seinem Imkerleben, seiner Erfahrung mit Bienen und ein hochinteressiertes Publikum erfuhr viel Wissenswertes aus deren Leben und Sozialverhalten, aber auch Historisches.

Die Geschichte der Bienen bzw. der Nutzung ihrer Produkte  begann, wahrscheinlich durch Neugier und zufälliges  Kosten, bereits vor 2 Millionen Jahren und vor 10.000 Jahren entwickelten die damaligen Menschen eine Technik zur vorsichtigen Honigentnahme bzw. erfolgte die Domestizierung der Biene.

In der Folge wurden die Bienen  im alten Ägypten zum Wappentier erkoren, in Griechenland spielten sie eine wichtige Rolle in der Mythologie, bei den Mayas waren sie Gegenstand religiöser Zeremonien. Im alten Rom zählte die Bienenhaltung zur Allgemeinbildung. Napoleon trug sie als Symbol auf seinem Krönungsmantel und Maria Theresia gründete 1769 die erste Imker Schule.

Dass in diesen Millionen von Jahren, in denen die Bienen verehrt und  benutzt  wurden, nichts von deren Mystik und Bedeutung verloren ging,  legt die Annahme nahe, dass hier Frau Evolution so etwas wie Vollkommenheit geschaffen  hat.

Der Hochzeitsflug der Königin –  als einzige von vielen Larven  gefüttert mit Gelee Royal – der ihr einen ungeheuren Genpool  beschert, die Quartiersuche eines geteilten Bienenstammes und die demokratische Bestimmung des gewählten Ortes, sind, nebst vielen andere Verhaltensweisen,  beeindruckend.

                  

Und dann ihre Produktion:  Honig, Pollen, Gelee Royal, Kittharz, ja,  und auch Bienengift ( bereits im alten Ägypten ein anerkanntes Heilmittel)  – Naturmedizin,  die  unserer Gesundheit in vielfältiger Weise  zugutekommt.

Sie – die Bienen – geben uns Menschen so viel – und wir nehmen ihnen so viel. Wir nehmen ihnen die Vielfalt ihrer Pflanzen, wir walzen sie mit schweren Ackergeräten nieder und wir füttern die zu ihrem Weiterleben notwendige Umwelt mit Chemie.

Durch Millionen von Jahren blieb eine Erkenntnis: Unsere Natur kann ohne Bienen nicht existieren und wir sind verantwortlich, dass diese lange, lange Erfolgsgeschichte weitergeht.

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 Zwei Artikel von Bezirksrat Robert Eichert über unsere Bienen,  jeweils  in der Donaustädter Bezirkszeitung:

März 2013:  Teil 1  und   Teil 2         April 2013:  Teil 1   und    Teil 2

   Artikel von Eva Hauk: Retten wir die Bienen

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