„Die Lobau darf nicht sterben! – Der streitbare Umweltschützer Anton Klein und sein Lobaumuseum.“

BR Robert Eichert mit Anton Klein

Im Rahmen des Herbst Sonderprogrammes veranstaltete die MA 49 am 22. Oktober einen Forschungsabend. Thema: Wie in den 1970er Jahren der Naturschutz politische Bedeutung erhielt und der Grundstein zum Nationalpark Donau-Auen gelegt wurde.

 

 

BR Robert Eichert und Eva Hauk vor dem Nationalparkhaus.

Im  Nationalparkhaus – stimmig umgeben von einem schönen Biotop – trafen sich in Memoriam Anton Klein, gestorben am 2. Mai 2013, viele seiner ehemaligen Weggefährten, organisiert von Manfred Christ und Robert Eichert.

Zeitzeug_innen kamen zu Wort und präsentierten Bilder aus der Zeit: Begrüßung und Einleitung: DI Herbert Weidinger (Stv. Leiter MA 49).

Manfred Christ (Naturfilmer), BR Robert Eichert (Lokalhistoriker), SR i.R. Di Gottfried Haubenberger (ehem. Leiter der FV Lobau), Dr. Werner Lazowski (Botaniker), Christa Reitermayr (Lehrerin), Mag. Herbert Schneider (Biologe, Zoologe), Norbert Sendor (Naturfotograf) und Univ. Doz.Dr. Peter Weish (Humanökologe, Autor) .

Es gab viele Erinnerungen, Anekdoten und alle betonten, dass, obwohl Klein sicher kein einfacher Mensch war, viele von ihm, seinem Engagement und seiner Durchsetzungskraft, gelernt hatten.Sein Interesse galt schon Früh dem Erhalt der Umwelt, und der Erhalt von Tümpeln war sein ausgewiesenes Steckenpferd. 

Antoin Klein und sein Lobaumuseum

Sein größtes Anliegen war, möglichst viele Menschen für die Schönheit der Natur, vor allem der Lobau, zu begeistern. Dass er auch gegen Umweltzerstörung bzw. deren Auswirkungen mobilisierte, versteht sich von selbst. Er war einer der Ersten, der die Notwendigkeit aktionistischer Handlungen erkannte, um seine Anliegen in die Öffentlichkeit zu bringen. Sein zweites Steckenpferd war dann  das Lobaumuseum, und in dessen Umfeld entstand auch erstmals der Gedanke an einen möglichen Nationalpark Donau-Auen. Außerdem verhinderte er schon damals eine frühe Lobauautobahn (1972).

Anton Klein war sicher eine der ersten und ganz großen, wichtigen Persönlichkeiten der Wiener Umweltgeschichte, lange vor der Aubesetzung in Stopfenreuth- Hainburg usw.! Und ganz sicher brachte es sein Wissen, sein unermüdlicher Einsatz mit sich, dass es heute einen Nationalpark Donau-Auen gibt.

Heute bedroht wieder eine Autobahn dieses Naturjuwel. Wir denken dass wir es ihm schuldig sind, dagegen Widerstand zu leisten: Sichern wir sein Erbe.

Einladung

 

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